Touren- und Veranstaltungstipps aus dem Illerwinkel

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Alpe Stubental in Jungholz

Mehr Erlebnis als Wanderung

„Kein Trio Allgoi“ in Aktion. Links am Kontrabass „Goofy“, in der Mitte „El Carlos“, der Hüttenwirt der Alpe Stubental an der Gitarre und rechts mit der Quetsche: „Berti“. 

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Ein Ausflug in die Allgäuer Bergwelt ist immer ein Genuss. Abseits der Hauptrouten und Hotspots bietet sie unzählige Kleinode, deren Besuch stets lohnenswert ist. Ein toller Ausflugstipp unsererseits ist die Alpe Stubental, auf 1248 m, an der Reuterwanne gelegen. 

Von Langenschwand, einem Ortsteil von Jungholz, läuft man gemächlichen Schrittes ca. ein halbe Stunde zur Alpe. Die Alpe Stubental wird vom Hüttenwirt Karl Gehring bewirtschaftet. Er ist unbestritten genauso originell, wie ein Original. Mit großer Leidenschaft kümmert er sich um die über 60 Kühe auf der Alpe. Genauso groß ist auch seine Leidenschaft zur Kunst, vor allem zur Musik! Autodidaktisch brachte er sich das Gitarrenspiel bei, um die langen Abende auf der Hütte kurzweiliger zu gestalten. Wenn man „El Carlos“, wie er in Künstlerkreisen genannt wird, nach seinem Musikstil fragt, wird man sicherlich zu hören bekommen: „I bi a Punker!“ Punker vielleicht genau deswegen, weil er sich nicht in eine Richtung festgelegt wissen will, weil er einfach sein Ding macht. Im gleichen Maße unterschiedslos geht er auch mit seinen Mitmenschen um – bei ihm ist jeder herzlich willkommen.

Eine weitere Leidenschaft Karls ist das Skifahren. In jungen Jahren war eine Größe in Trickskikreisen – sein Name fiel in einem Atemzug mit Fuzzi Garhammer. Als Profisportler verdiente er so seinen Lebensunterhalt. Danach war er als Bergführer aktiv und zeigte zahlreichen Menschen die herrliche Natur der Alpen, die er noch heute sehr zu schätzen weiß.

Wer den Fußmarsch zur Stubental-Alpe antritt, der sollte sich vorher informieren, ob gerade ein Musikantentreffen stattfindet, oder ob die hauseigene Kombo „Kein Trio Allgoi“ in der Stube oder auf der Terrasse aufspielt. Neben Karl an der Gitarre sind Gottfried „Goofy“ Schöllhorn am Kontrabass und Trompete sowie Berti Harlos mit der Quetsche musikalisch am Start. Die drei Vollblutmusiker haben sich hier auf der Alpe Stubental nicht gesucht, aber zum Glück aller dort verweilender Gäste, gefunden. Sie spielen ein buntes Repertoire und jeder der versierten Musiker bringt seine Note mit ein. Es ist beinahe unbeschreiblich – sie müssen gehört werden. Wenn „El Carlos“ bei „Weiße Mäuse“ mit seinen Steppschuhen über die Terrasse der Alpe wirbelt, kann es schon vorkommen, dass der Wanderer, der gerade von der Reuterwanne absteigt und an der Hütte vorbei kommt, einen verwunderten Blick aufsetzt. Dieser ist allerdings spätestens dann verflogen, wenn er bei einem Getränk bei den anderen Wandern sitzt und die Zeit dort genießt. Übrigens: nicht nur musikalisch ist die Alpe Stubental eine Empfehlung – hier gibt es den wahrscheinlich besten Kaiserschmarren der nördlichen Alpen.

Wer den Besuch auf der Alpe Stubental mit einer Wanderung verbinden möchte, der kann vom Grüntensee (Parkplatz am Buronlift) aufsteigen. Der sehr gut ausgebaute Wanderweg führt im Schatten durch den Wald nach oben. Es öffnen sich hier immer wieder herrliche Blicke Richtung Norden zum Grüntensee. Westlich an der Reuterwanne vorbei kommt man über den Pfeifferberg auf die Alpe Stubental. Der Anstieg dauert ca. 2,5 Std., ein Abstecher zum Gipfel der Reuterwanne ist wegen der herrlichen Aussicht unbedingt zu empfehlen.

Wem also beim Anstieg von Jungholz aus „Der weiße Mond von Maratonga“ entgegen schallt, der darf sich nicht wundern, sondern freuen! ….denn das bedeutet Live-Musik auf der Terrasse der Alpe und somit ein perfekter Ausflugstag. 

Wintertipp:
Auf der Fahrstraße von der Alpe Stubental, hinunter zum Parkplatz in Langenschwand lässt es sich im Winter prächtig rodeln. Die Strecke ist sogar mit Flutlicht bestückt. Die Rodel gibt es oben auf der Alpe. Im Tal wird dieser einfach abgestellt – Karl Gehring sammelt sie dann für die nächsten Rodler im Tal wieder ein.

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